Seit einigen Jahren werden Kunden-Infos von Versicherungen und Banken rauf und runter geprüft, was ihre Verständlichkeit betrifft. Man könnte davon ausgehen, dass die Unternehmen darauf reagieren und dem Trend hin zu mehr Verständlichkeit – und somit Kundenfreundlichkeit – folgen. Scheint die Mühe endlich zu fruchten? Das wollte das ITA Institut für Transparenz herausfinden.

 

Grund zur Freude?

So könnte man die kürzlich veröffentlichte Studie der ITA zumindest auf den ersten Blick auslegen. Untersucht wurde, wie transparent Produktinformationsblätter (PIB) zur Berufsunfähigkeit für Selbständige sind. Das Ergebnis: Doppelt so viele „sehr gute“ Bewertungen als noch im letzten Jahr. Der Jubel dürfte sich dennoch in Grenzen halten – erreichen doch 90 Prozent nicht die Bestnote. Knapp die Hälfte erreicht maximal „befriedigende“ oder noch geringere Bewertungen.

 

Hand anlegen

Das ITA untersuchte vor allem, ob die PIB den Leser inhaltlich vollständig informieren. Die Verständlichkeit war mit 20 Prozent am Ergebnis „beteiligt“. Aber hauptsächlich hier identifizierte das ITA große Defizite. Unter anderem sind zu lange Sätze und Wortketten in hohem Maße vorhanden. Dabei lassen sich vor allem diese für die Verständlichkeit wesentlichen Faktoren gut bearbeiten.

Bei der großen Mehrheit spielen Verständlichkeit und Transparenz scheinbar nach wie vor eine untergeordnete Rolle.

Detaillierte Infos gibt es auf den Seiten der ITA und hier

Autor: Anja Wehner