Was Mitarbeiter*innen brauchen, um kundennäher und markenkonformer kommunizieren zu können und wie sich Unternehmen erfolgreich differenzieren.

Besonders unter dem Fokus der verordneten Distanz bietet sich die Chance, Mitteilungen als E-Mail, Brief, WhatsApp gezielter zu nutzen. Wörter mit Emotionsgehalt können Distanzen überbrücken und Nähe schaffen. Sie können aus dem Home-Office das Gefühl eines kollegialen Schulterklopfens auslösen. Unternehmenserfolg ist immer das Ergebnis konsequenter Investition in Einzigartigkeit. Das heißt: Erfolgreiche Unternehmen differenzieren sich mit Worten. Mit einer „einheitlichen Sprache“ – auf die sich manche Agenturen, Berater*innen und Texter*innen oberflächlich beschränken – hat das wenig zu tun.

Denn gerade in der heutigen Zeit, wo ganze Teams im Home-Office sitzen, wird Sprache zum entscheidenden Faktor.

Schreiben kann jeder – aber nicht immer verständlich

Covid-19, Reproduktionszahl und Lockdown sind Wörter, die seit Monaten unseren Alltag begleiten. Diese aktuellen Begriffe hat Duden jüngst in die 27. Auflage aufgenommen. Wie es um die Sprachqualität in Zusammenhang mit Corona steht, haben wir im Institut für Verständlichkeit untersucht: Über 1,2 Millionen Wörter aus Veröffentlichungen unterschiedlichster Quellen standen auf dem Prüfstand per TextLab-Software. Der von der Universität Hohenheim entwickelte Index bildet die Verständlichkeit von Texten auf einer Skala ab: von 0 (schwer verständlich) bis 20 (sehr leicht verständlich).

Das ernüchternde Ergebnis: Durchschnittlich erreichen die untersuchten Texte von Behörden, Medien und Unternehmen einen Wert von nur 8,8 Punkten, sind dadurch schwer verständlich. Mehr zur Studie: https://www.comlab-ulm.de/project/studie-wie-verstaendlich-wird-ueber-corona-berichtet/

Markenstarke und kundennahe Kommunikation erfordert Kompetenzen, die wir in der Schule so nicht lernen:

  • Themenkompetenz – Wissen, worauf es beim richtigen Corporate Wording® ankommt.
  • Methodenkompetenz – Tools kennen und anwenden, Neues ausprobieren und methodisch-kreativ weiterentwickeln.
  • Vermittlungskompetenz – Empathie stärken und aktiv im Mitarbeiter*innen- und Kund*innendialog gebrauchen.
  • Umsetzungskompetenz – Das Ruder übernehmen und konsequent Corporate Wording® anwenden.

 

Die sprechen meine Sprache

Denn Sprache muss heute mehr können als nur verständlich und im Ton angemessen sein. Sprache muss auch emotional berühren und psychologisch wirken. So können Wörter mit dem richtigen Emotionsgehalt trotz Home-Office, Zoom und Skype wie eine freundschaftliche Umarmung wirken und die Isolierung überbrücken.

Wer floskelhafte, passive und komplizierte Satzgebilde verwendet, setzt seinen Texten eine Art Maske auf. Man könnte sagen: Die Mimik und Gestik zwischen den Zeilen ist nicht mehr sichtbar. Rationalist*innen sind in der Regel mit kurzen, knappen Sätzen, klaren Daten und Fakten zufrieden; während die Emotionalen in manchen Fällen besser bedient sind, wenn man ihm mit gefühlsbetonten Worten Aufmerksamkeit schenkt.

Mitarbeiter*innen und Kund*innen können sich in der aktuellen Situation oft nur noch virtuell unterhalten. Hier ist es wichtig, die richtige Sprache einzusetzen. Erfolgreiche Unternehmen müssen also ihre Sprache an die Herausforderungen der neuen, dezentral organisierten und digitalen Arbeitswelt anpassen. Um erfolgreich zu bleiben. Um Kommunikation zu schaffen, die auch weiterhin funktioniert.

Ganz gleich in welcher Branche Sie arbeiten – es ist eine lohnende Aufgabe, aus Worten Werte zu schaffen. Denn mit den richtigen Worten beeinflussen Sie den Erfolg Ihres Unternehmens.

Link zum ausführlichen Artikel von Hans-Peter Förster, Begründer Corporate Wording®:
https://www.marketing-boerse.de/fachartikel/details/2042-mit-woertern-naehe-schaffen/171711

Quellen:
https://www.campus.de/buecher-campus-verlag/business/management-unternehmensfuehrung/das_konzept_integriertes_management-15867.html
https://www.comlab-ulm.de/project/studie-wie-verstaendlich-wird-ueber-corona-berichtet/

Andreas Förster

Autor: Andreas Förster