Seit 1. Juni 2012 müssen nun für nahezu alle Finanz- und Anlageprodukte sogenannte Beipackzettel ausgehändigt werden.  Diese Kurz-Informationen sollen Kunden helfen, Anlageprodukte besser zu verstehen und vergleichen zu können.

Die Entwicklung hin zu mehr Transparenz und Verständlichkeit bei Informationen zu Finanzprodukten wird von Verbraucherschutz-Organisationen und Kunden-Vertretern grundsätzlich als positiv angenommen.

Wie so oft steckt der Teufel aber auch hier im Detail. Denn nur weil Verständlichkeit und Transparenz drauf steht ist noch lange keine drin.

Zukünftig wird es drei Arten von Beipackzettel geben:

  • PIB: Produktinformationsblätter (bereits 2011 eingeführt)
  • VIB: Vermögensanlageinformationsblätter
  • KID: Key Investor Information Documents (wesentlichen Anlegerinformationen)

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Unter dem Titel „Die dreifache Verwirrung für Anleger“ werden in einem aktuellen Artikel der Financial Times Deutschland die verschiedenen Dokument-Arten in aller Kürze erklärt und die Problematik dieser Dokumente beleuchtet.

Eins ist klar: es bleibt weiterhin spannend, wie Politik, Aufsichtsbehörden und Finanzwirtschaft die Herausforderung meistern werden, Finanzkommunikation für Kunden und Verbraucher in Zukunft transparenter und verständlicher zu gestalten. Es gibt jedenfalls noch viel zu tun.

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Autor:

Oliver Haug ist Mitbegründer und Geschäftsführer des Communication Lab. Der Kommunikationswissenschaftler berät zu den Themen Kundenansprache und Corporate Language. Seine Spezialgebiete sind Verständlichkeitsanalysen, Prozessoptimierung und Markensprache.